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Action eröffnet zwei neue Filialen in Spanien: Auswirkungen auf den Schuh-Einzelhandel

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Action eröffnet zwei neue Filialen in Spanien: Auswirkungen auf den Schuh-Einzelhandel
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Action setzt seine rasante Expansion in Spanien fort: zwei Neueröffnungen in Leganés und Sevilla

Die niederländische Non-Food-Discountkette Action hat zwei neue Filialen in Spanien eröffnet, eine in Leganés (Autonome Gemeinschaft Madrid) und eine in Sevilla, und erhöht damit ihr Netz auf 119 Standorte im Land. Diese Zahl wird nur vier Jahre nach ihrem Eintritt in den spanischen Markt erreicht, was eine aggressive Wachstumsstrategie zeigt, die auf Flächendeckung und geografische Erreichbarkeit basiert.

Die neuen Verkaufsstellen öffnen am 2. Juli mit einer Verkaufsfläche von 892 m² (Leganés) und 828 m² (Sevilla) und haben insgesamt 24 neue Arbeitsplätze geschaffen. Mit diesen Eröffnungen hat Action bereits 16 Filialen in Madrid und 23 in Andalusien, zwei Regionen, die einen bedeutenden Teil des spanischen Konsums ausmachen.

"Wir freuen uns sehr, die Action-Formel noch mehr Kunden näherbringen zu können", erklärte Francisco Nuñez Aparicio, General Manager von Action España.

Was bedeutet diese Expansion für ein unabhängiges Schuhgeschäft?

Das Modell von Action basiert auf einem rotierenden Angebot von 6.000 Produkten in 14 Kategorien – darunter Haushalt, Heimwerken, Spielzeug und Lebensmittel – mit Preisen, die in zwei Dritteln der Fälle 2 Euro nicht übersteigen. Obwohl Action keine Schuhe direkt verkauft, ist seine Auswirkung auf den Einzelhandel aus mehreren Gründen relevant:

  • Kannibalisierung des Fußgängerverkehrs: Die Discountläden ziehen preissensible Verbraucher an, die, wenn sie zu Action gehen, die Besuche in traditionellen Schuhgeschäften reduzieren, insbesondere in Einkaufszentren und stark frequentierten Gebieten.
  • Referenzpreiseffekt: Ein Verbraucher, der ein Paar einfache Turnschuhe für 2 Euro bei einem Hard-Discount findet, kann jedes Produkt eines spezialisierten Schuhgeschäfts als teuer empfinden, selbst wenn die Qualität weit überlegen ist. Dies zwingt Schuhgeschäfte dazu, ihr Leistungsversprechen über den Preis hinaus zu stärken.
  • Chance bei Accessoires: Action verkauft Socken, Einlegesohlen und kleine Accessoires und konkurriert direkt mit dem durchschnittlichen Warenkorb der Schuhgeschäfte. Die Geschäfte müssen sich durch Beratung, Garantie und Einkaufserlebnis differenzieren.

Und für einen Schuhgroßhändler? Strategische Signale

Die aggressive Expansion von Action ist ein Marktsignal, das Großhändler sorgfältig interpretieren müssen:

  • Konsolidierung des Discount-Kanals: Der Erfolg von Action zeigt, dass der spanische Verbraucher zunehmend bereit ist, den Preis über die Marke oder Spezialisierung zu stellen. Großhändler, die mit Marken der unteren bis mittleren Preisklasse arbeiten, könnten ihren traditionellen Kanal schrumpfen sehen, wenn die unabhängigen Geschäfte sich nicht anpassen können.
  • Notwendigkeit der Segmentierung: Großhändler müssen ihren Einzelhandelskunden helfen, Nischen zu identifizieren, die der Discount nicht erreicht: orthopädische Schuhe, technische Sportschuhe, saisonale Kindermode oder Qualitätslederschuhe. Differenzierung ist die einzige Verteidigung gegen den Hard-Discount-Riesen.
  • Höherer Logistik- und Margendruck: Um um denselben Endkunden zu konkurrieren, müssen Großhändler kürzere Lieferzeiten, engere Preise und stärker ausgewählte Sortimente anbieten. Operative Effizienz wird zum Schlüssel.

Kontext des spanischen Marktes: Das Discount-Phänomen ist nicht konjunkturell

Spanien war jahrelang ein Markt mit hohem Potenzial für den Non-Food-Hard-Discount. Action, zusammen mit anderen Ketten wie Pepco oder Kik, nutzt die Nachfrage von Verbrauchern, die ihre Kaufkraft in einem inflationären Umfeld maximieren wollen. Mit der kürzlichen Eröffnung in Leganés und Sevilla zeigt das Unternehmen keine Anzeichen einer Verlangsamung: Es plant, weiterhin im derzeitigen Tempo Filialen zu eröffnen, was es in den nächsten Jahren auf über 200 Standorte in Spanien bringen könnte.

Dieses Phänomen betrifft nicht nur den Einzelhandel allgemein, sondern verändert die Landschaft des indirekten Wettbewerbs im Schuhbereich. Nachbarschaftsläden, unabhängige Schuhgeschäfte und Fachketten stehen vor der Herausforderung, ihre Existenz gegenüber einem Modell zu rechtfertigen, das Unterhaltung und Überraschung zu sehr niedrigen Preisen bietet. Für den Großhändler liegt der Schlüssel darin, Teil der Lösung zu sein, indem er Produkte anbietet, die in diesen Kanälen nicht zu finden sind und seinen Kunden eine angemessene Marge bieten.

Fazit für den Schuhgroßhandelssektor

Die Expansion von Action ist ein Symptom eines strukturellen Wandels im Konsum. Es handelt sich nicht um eine vorübergehende Mode, sondern um eine Veränderung der Einkaufsgewohnheiten, die dazu zwingt, die Produkt-, Preis- und Kommunikationsstrategie in der gesamten Wertschöpfungskette der Schuhe zu überdenken. Die Geschäfte, die überleben und wachsen, werden diejenigen sein, die ein differenzierendes Erlebnis, fachkundige Beratung und Qualitätsprodukte bieten, die der Hard-Discount nicht replizieren kann. Für die Großhändler besteht die Herausforderung darin, diese Differenzierung mit einem an die neue Realität angepassten Sortiment und Service zu unterstützen.

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