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Schließung von REI in NYC: Lehren für Schuhgroßhändler

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Schließung von REI in NYC: Lehren für Schuhgroßhändler
Inhaltsverzeichnis

Abschied von einer Ikone: REI schließt sein Flaggschiff in SoHo

Das REI-Flaggschiffgeschäft im New Yorker Stadtteil SoHo wird nächste Woche schließen, wie das Unternehmen bestätigt hat. Der Raum, der mehr als 3.000 Quadratmeter in einem der begehrtesten Einkaufsviertel Manhattans einnahm, konnte nach der Pandemie nicht das erforderliche Umsatzniveau halten. Die Entscheidung ist kein Einzelfall, sondern die Spitze des Eisbergs einer tiefgreifenden Transformation im Outdoor-Einzelhandel, die auch den Spezialschuhhandel betrifft.

REI, eine Genossenschaft für Outdoor-Ausrüstung, hat darauf hingewiesen, dass die veränderten Konsumgewohnheiten – mit starkem Wachstum des Online-Kanals und geringerem Kundenaufkommen in großen urbanen Flagship-Stores – diesen Standort unrentabel gemacht haben. Obwohl das Unternehmen andere Geschäfte in New York unterhält, ist die Schließung des ikonischen Standorts in SoHo ein Symptom dafür, wie selbst die stärksten Einzelhändler ihre physische Präsenz anpassen.

B2B-Implikationen für den Schuh-Einzel- und Großhandel

Für einen Schuhhändler sollte diese Nachricht mehrere Alarmglocken läuten lassen. Erstens: Die physische Lage ist keine Garantie mehr für Kundenfrequenz. Verbraucher kommen mit einer klareren Absicht in die Geschäfte, oft nachdem sie online recherchiert haben. Daher muss ein Schuhgeschäft zu einem Erlebnisraum werden, in dem man anprobieren, vergleichen und fachkundige Beratung erhalten kann, nicht nur zu einem Verkaufspunkt. Zweitens: Die Rentabilität pro Quadratmeter ist wichtiger denn je. Hohe Mieten in Prime-Lagen erfordern eine sehr schnelle Lagerumschlagshäufigkeit und einen hohen Durchschnittsbon. Wenn der Kunde nicht reagiert, kann eine Schließung oder ein Umzug die klügere Entscheidung sein.

Für den Großhändler ist die Botschaft zweigeteilt. Einerseits wird das Vertriebsnetz enger: weniger physische Geschäfte bedeuten weniger traditionelle Verkaufsstellen. Dies zwingt zu einem Umdenken bei den Absatzkanälen. Großhändler, die ausschließlich von kleinen Schuhgeschäften im Viertel oder großen stationären Ketten abhängig waren, müssen auf D2C-E-Commerce, Marktplätze oder Vereinbarungen mit spezialisierten Online-Shops diversifizieren. Andererseits kann der Großhändler eine aktivere Rolle spielen, indem er seinen Einzelhandelskunden hilft, effizienter zu werden: durch Dropshipping, Echtzeit-Nachfragedaten oder sortimentsreduzierte, aber umsatzstärkere Kollektionen.

Die Schließung eines Flagship-Stores wie dem von REI ist kein Scheitern des stationären Handels, sondern ein Zeichen dafür, dass sich das Ladenmodell genauso schnell weiterentwickeln muss wie der Verbraucher.

Kontext des spanischen Schuhmarktes

In Spanien spürt der Schuhgroßhandel bereits ähnliche Bewegungen. Städte wie Madrid, Barcelona oder Valencia haben erlebt, wie unabhängige Schuhketten ihre Präsenz in Haupteinkaufsstraßen reduzieren, während Outlets und Mehrzweckflächen wachsen. Der spanische Verband der Schuhindustrie (AICE) berichtet, dass der Online-Verkauf von Schuhen in einigen Kategorien bereits 25 % des Gesamtumsatzes übersteigt und weiter steigen wird. Zudem hat der Tourismus – historisch gesehen der Motor vieler Schuhgeschäfte in Innenstädten – in allen Hauptstädten noch nicht das Vorkrisenniveau erreicht.

Für einen spanischen Großhändler bedeutet dies, dass er sich nicht allein auf das traditionelle Netz unabhängiger Schuhgeschäfte verlassen kann. Es ist notwendig, den Einzelhändlern Werkzeuge an die Hand zu geben, um im Omnichannel-Umfeld zu konkurrieren: digitale Kataloge, Integration in Marktplätze, flexible Logistik und Konditionen, die es dem Einzelhändler ermöglichen, seine Marge trotz des Online-Preisdrucks zu halten. Es ist auch an der Zeit, neue Kanäle wie nachhaltige Schuhe oder Kapselkollektionen zu erkunden, die Interesse und Differenzierung wecken.

Strategien für Großhändler angesichts des Paradigmenwechsels

  • Digitalisierung des Angebots: Führen Sie einen aktualisierten Online-Katalog mit Echtzeit-Bestand, damit der Händler von seiner Website aus verkaufen kann, ohne Waren zu lagern.
  • Flexibilität bei Mengen: Ermöglichen Sie kleinere Bestellungen und schnelle Nachbestellungen, damit der Händler keine toten Bestände anhäuft.
  • Schulung und Begleitung: Helfen Sie dem Händler, Verbrauchertrends zu verstehen und sein Schaufenster sowie seine Online-Präsenz zu optimieren.
  • Kundendiversifizierung: Verlassen Sie sich nicht auf eine einzige Art von Einzelhändler; öffnen Sie sich für Sportgeschäfte, Kaufhäuser, Marktplätze und sogar Direktvertrieb an Verbraucher, jedoch mit Grenzen, um Kannibalisierung zu vermeiden.

Die Schließung des REI-Geschäfts in SoHo ist eine Erinnerung daran, dass der stationäre Handel nicht tot ist, sondern sich in einem ständigen Wandel befindet. Die Schuhgroßhändler, die verstehen, dass ihr Erfolg mit dem Erfolg ihrer Einzelhandelskunden verknüpft ist – und dass dieser Erfolg heute Omnichannel und Effizienz erfordert – werden den spanischen Markt in den kommenden Jahren anführen.

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