Notton kehrt zurück: die legendäre Trekkingmarke von Segarra übernommen
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Notton erwacht wieder: die ikonische Trekkingmarke kehrt mit Segarra auf den Markt zurück
Die spanischen Bergschuhe bekommen einen ihrer legendärsten Namen zurück. Notton, die Firma aus La Rioja, die seit 2024 in Insolvenz war, wurde von Calzados Canós García (Segarra) übernommen, einem hundertjährigen Unternehmen mit Sitz in La Vall d'Uixó, Castellón. Die von Revista del Calzado vorab gemeldete Nachricht bestätigt, dass die legendären Trekking- und Bergschuhmodelle wieder im Groß- und Einzelhandel erhältlich sein werden.
Laut Ernesto Canós, Geschäftsführer der kaufenden Firma, wurde die vorherige Phase von Notton durch "ein unzureichendes Finanzmanagement der Investorengruppe, die sie seit 2020 führte", unterbrochen. Dies führte im September 2024 zur Einstellung aller Aktivitäten und zur Schließung der Anlagen, trotz des hohen Ansehens des Produkts. Mit der Unterstützung von Segarra – einer Marke mit über hundert Jahren Geschichte und Spezialisierung auf Arbeits- und Sicherheitsschuhe – kehrt Notton nun mit einer klaren Roadmap zurück: die Essenz und die Position im Vertriebskanal zurückzugewinnen.
"Das unmittelbare Ziel ist es, das Vertrauen in die Marke wiederherzustellen und die Modelle wieder in Umlauf zu bringen, die nie hätten verschwinden dürfen", so Canós. Die Produktion wird in den Werken in Castellón wieder aufgenommen, wobei die industrielle Erfahrung von Segarra genutzt wird, und die technische DNA, die Notton über Jahrzehnte auszeichnete, bleibt erhalten.
Was bedeutet diese Rettung für den Schuhgroßhandel?
Für Geschäfte mit Sport-, Berg- und Outdoor-Schuhen bietet die Rückkehr von Notton eine doppelte Chance. Einerseits erhalten sie eine Marke mit einem treuen Kundenstamm zurück, die seit über einem Jahr ohne Produkt war. Andererseits erhalten sie Zugang zu einer Kollektion, die keiner Vorstellung bedarf: Trekkingstiefel, Bergschuhe und technische Schuhe mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Aus Sicht des Großhändlers ist der Schritt von Segarra strategisch. In einem Umfeld der Branchenkonzentration, in dem viele kleine Marken verschwinden oder von großen Gruppen übernommen werden, bestärkt die Entscheidung, Notton zu retten, die These, dass der Wert einer ikonischen Marke weiterhin ein greifbarer Vermögenswert ist. Für Händler bedeutet Notton im Katalog ein Produkt mit sofortigem Markenbewusstsein anzubieten, ohne Investitionen in Positionierung.
- Für den Einzelhändler: Wiederauffüllung eines Sortiments, das bereits vor der Insolvenz funktionierte. Die meistverkauften Modelle (wie die hohen Stiefel und die Zustiegsschuhe) werden in den kommenden Monaten wieder erhältlich sein.
- Für den Großhändler: Möglichkeit, günstige Konditionen für die ersten Kollektionen nach der Rettung auszuhandeln, da Segarra das Vertriebsnetz wieder aufbauen möchte und die langjährigen Partner belohnen wird.
- Für den spanischen Markt: die Abwanderung von Kunden zu internationalen Marken wird gestoppt. Die Rückkehr von Notton festigt das Angebot nationaler Outdoor-Schuhe, das mit Firmen wie Bestard, Trezeta oder Meindl konkurriert.
Kontext der Schuhbranche in Spanien
Die spanische Schuhindustrie durchläuft einen Wandel. Laut Daten der Federación de Industrias del Calzado Español (FICE) wuchs der Sektor 2025 beim Umsatz um 3,2 %, aber die mittleren Marken – jene mit weniger als 50 Jahren Geschichte – erlitten einen Umsatzrückgang von 8 %. In diesem Szenario sind die Marken mit Tradition und Ruf diejenigen, die am besten bestehen.
Notton passt perfekt in diese Kategorie. In den 1960er Jahren in La Rioja gegründet, spezialisierte sie sich auf technische Bergschuhe und genoss bemerkenswerte Anerkennung bei Wander- und Kletterbegeisterten. Ihr Verschwinden im Jahr 2024 hinterließ eine Lücke, die Marken wie Alpina oder Tatra zu füllen begannen. Mit der industriellen Unterstützung von Segarra und seiner logistischen Kapazität hat Notton nun die Chance, Marktanteile zurückzugewinnen, ohne große Investitionen in Forschung und Entwicklung, da die Formen und technischen Spezifikationen erhalten geblieben sind.
Die Entscheidung von Canós folgt auch einer Logik der Skaleneffekte: Segarra stellt bereits Sicherheits- und Arbeitsschuhe mit ähnlichen Prozessen wie Trekking her. Die Aufnahme von Notton in sein Portfolio ermöglicht es ihm, Risiken zu diversifizieren und eine wachsende Nische anzugreifen (Outdoor erwirtschaftet in Spanien bereits über 1,2 Milliarden Euro jährlich).
Praktische Auswirkungen auf Ihr Geschäft
Wenn Sie ein Schuhgeschäft oder Großhändler sind, sollte die Rückkehr von Notton auf Ihrem Radar sein. Wir empfehlen Ihnen:
- Kontaktieren Sie Segarra, um die Einkaufskonditionen für die ersten Kollektionen zu erfahren.
- Bewerten Sie Ihren aktuellen Bestand an Bergschuhmarken und identifizieren Sie mögliche Lücken, die Notton füllen kann.
- Bereiten Sie eine Kommunikationskampagne vor, die sich an Kunden richtet, die während der Abwesenheit von Notton nach ihr fragten.
Die Erfahrung zeigt, dass die Nachfrage in der Regel sofort einsetzt, wenn eine Marke mit Tradition mit guter industrieller Unterstützung zurückkehrt. Warten Sie nicht, bis andere Händler Ihnen zuvorkommen.
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