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Besucherzahlen in Einkaufszentren steigen um 3,1%: Schlüssel für den Schuhgroßhandel

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Besucherzahlen in Einkaufszentren steigen um 3,1%: Schlüssel für den Schuhgroßhandel
Inhaltsverzeichnis

Die Rückkehr zum stationären Einkauf: Juni-Zahlen

Die spanischen Einkaufszentren verzeichneten im vergangenen Juni einen Anstieg der Besucherzahlen um 3,1% im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2023, laut Daten von Sensormatic Solutions. Dieser Anstieg, der auch in Portugal mit 2,5% zu beobachten ist, spiegelt einen Trend zur Erholung des stationären Konsums wider, insbesondere da er mit dem Beginn der Sommerschlussverkäufe zusammenfällt.

Die Zahl, wenn auch moderat, ist für die Schuhbranche bedeutend, da Einkaufszentren weiterhin einer der Hauptverkaufskanäle für Schuhgeschäfte sind, sowohl unabhängige als auch in Ketten integrierte. Die höhere Besucherfrequenz bedeutet theoretisch mehr potenzielle Kunden, die den Laden betreten, aber die Nutzung dieses Verkehrs hängt davon ab, wie der Verkaufsort und das Produktangebot vorbereitet sind.

Auswirkungen für das Schuh-Einzelhandelsgeschäft

Für einen Schuheinzelhändler ist die steigende Besucherzahl im Einkaufszentrum eine Chance, die nicht verpasst werden sollte. Der Schlüssel liegt darin, diesen Verkehr in effektive Verkäufe umzuwandeln. Einige konkrete Maßnahmen, die den Unterschied ausmachen können:

  • Schaufensterdekoration auf Schlussverkauf ausgerichtet: Ein Schaufenster, das klar Rabatte und saisonale Neuigkeiten kommuniziert, erregt die Aufmerksamkeit des unentschlossenen Passanten.
  • Optimierter Bestand: Die während des Schlussverkaufs am meisten nachgefragten Größen und Modelle auf Lager zu haben, vermeidet Kundenfrustration und reduziert Verluste durch mangelnde Rotation.
  • Einkaufserlebnis im Laden: Persönliche Beratung, saubere Anproberäume und eine angenehme Atmosphäre laden zu einem längeren Aufenthalt und damit zu einer höheren Kaufwahrscheinlichkeit ein.

Darüber hinaus muss der Einzelhändler bedenken, dass der Verkehr nicht homogen ist: Im Juni konzentrieren sich sowohl Schnäppchenjäger als auch Touristen. Das Sortiment an beide Profile anzupassen, kann ein Erfolg sein. Zum Beispiel Sandalen und leichte Schuhe für den Sommer anzubieten, aber auch formellere Optionen für Touristen, die ein Souvenir oder einen Last-Minute-Kauf suchen.

Was dieser Trend für den Schuhgroßhändler bedeutet

Für den Großhändler oder Hersteller, der Schuhgeschäfte in Einkaufszentren beliefert, ist der Anstieg der Besucherzahlen ein Indikator dafür, dass Einzelhändler häufiger Nachschub benötigen werden, insbesondere wenn die Schlussverkaufskampagnen gut funktionieren. Dies beinhaltet:

  • Anpassung der Lieferfristen: Eine agile Lieferkette ermöglicht es dem Einzelhändler, keine Verkäufe durch fehlende Produkte in Spitzenzeiten zu verlieren.
  • Vorhersage der Nachfrage: Die Analyse historischer Verkaufsdaten in Einkaufszentren hilft vorherzusagen, welche Modelle und Größen während der Sommerschlussverkäufe den höchsten Umschlag haben werden.
  • Flexible Konditionen anbieten: Großhändler, die Teilrücknahmen oder längere Zahlungsfristen ermöglichen, erleichtern es dem Einzelhändler, mehr Einheiten zu bestellen, im Vertrauen auf den hohen Verkehr.

Der Großhändler sollte auch die Entwicklung des Verkehrs in den kommenden Monaten im Auge behalten. Juni markiert den Beginn des Sommers, aber Juli und August haben oft unterschiedliche Verhaltensweisen. Wenn der Trend anhält, könnte es eine besonders starke Saison für Sommerschuhe sein.

Kontext des spanischen Schuhmarktes

Spanien ist eines der europäischen Länder mit der höchsten Dichte an Einkaufszentren, und Schuhe sind eine der Kategorien, die den meisten Verkehr erzeugen, neben Mode und Accessoires. Allerdings kämpft die Branche seit mehreren Jahren mit der digitalen Transformation: Der E-Commerce wächst weiter, aber der spanische Verbraucher schätzt das physische Erlebnis zunehmend. Die Daten von Sensormatic Solutions bestätigen, dass der stationäre Kanal nicht nur nicht tot ist, sondern sich erholt.

Allerdings profitieren nicht alle Einkaufszentren gleichermaßen. Die Komplexe in Tourismusgebieten oder mit einem attraktiven Geschäftsmix (Freizeit, Gastronomie, Mode) sind diejenigen, die die Anstiege anführen. Für ein Schuhgeschäft kann die Wahl eines Standorts in einem stark frequentierten Einkaufszentrum rentabler sein als die Eröffnung in einer weniger besuchten Einkaufsstraße.

Der Anstieg von 3,1% ist ein Symptom dafür, dass der Verbraucher wieder durch die Geschäfte schlendert, aber die endgültige Kaufentscheidung hängt vom Angebot und der erhaltenen Aufmerksamkeit ab.

Für den Großhändler unterstreichen diese Daten die Bedeutung eines Vertriebsnetzes, das schnell und effizient die Einkaufszentren erreicht. Die Logistik wird zu einem entscheidenden Faktor, insbesondere in Schlussverkaufskampagnen, in denen die Nachschubzeit kritisch sein kann.

In einem Umfeld kontrollierter Inflation und einer gewissen Konsumoptimismus präsentiert sich die Sommerschlussverkaufssaison mit guten Perspektiven. Großhändler, die diese Signale lesen und ihr Angebot an die Bedürfnisse des Einzelhandels anpassen können, sind besser positioniert, um Aufträge abzuschließen und Kunden zu binden.

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